Vom C-Netz zu Skype

admin am 28. Juni 2011

Smartphones gehören inzwischen zum Alltag. Unterwegs im Web zu surfen und über das Internet zu telefonieren ist kein Problem mehr. Als die ersten Mobiltelefone für Privatleute auf den Markt kamen, dachte noch niemand an die Möglichkeiten, die Handys heute bieten. Dennoch waren diese Geräte eine Revolution. Damals gab es in Deutschland das analoge C-Netz. Wir zeigen, wie sich das mobile Telefonieren gewandelt hat.

Kameras, 3D-Displays und federleichte Geräte – All dies war noch undenkbar, als das erste kommerzielle Handy 1983 auf den Markt gebracht wurde. An ein Smartphone erinnerten diese Geräte noch nicht, vielmehr ergab sich noch immer die Assoziation mit einer Telefonzelle. Denn die Handys waren nicht nur sehr groß, sondern wogen teilweise auch fast ein Kilo. Aber auch die Netze waren damals noch nicht besonders ausgereift und nicht mit den heutigen zu vergleichen.

Technische Evolution

Bevor mein Klapphandy von Nokia mobil das Internet nutzen konnte, war eine lange Reihe von Entwicklungen notwendig. In Deutschland wurde 1985 das C-Netz etabliert. Dieses analoge Mobilfunknetz wurde mit Hilfe von Groß- und Kleinzellen bereitgestellt. Erstmals gab es bei diesem System eine einheitliche Vorwahl, sodass man nicht mehr wissen musste, wo sich der Angerufene befand. Auch das Handover, also der unterbrechungsfreie Wechsel von einer Zelle nur nächsten, wurde erstmals realisiert.

Mit der Ablösung durch das D-Netz 1992 wurde erstmals ein digitales Mobilfunksystem eingeführt, das mehrdienstfähig war. So konnte nicht nur Sprache, sondern auch Text und Daten übermittelt werden. Das System basiert auf dem europäischen Standard GSM und ermöglichte auch das Telefonieren im Ausland. Erstmals gab es auch private Konkurrenz in Form von D2 und ab dem Jahr 1994 auch durch das E1-Netz. Durch den Wettbewerb verfielen die Preise zusehends.

Mobil surfen

Mit der dritten Generation der Mobilfunkstandards wurde dann die Nutzung des Internets über das Handy möglich. Zu Beginn wurde das UMTS-Angebot jedoch nur zögerlich angenommen, da die Gebühren aufgrund der Kosten für die Lizenzen sehr hoch waren. Der Dienst war ab 2004 kommerziell verfügbar. Inzwischen nutzen mehr als 15 Millionen Menschen die Möglichkeit über UMTS, beziehungsweise dessen Nachfolger HSDPA und HSUPA zu telefonieren und mobil zu surfen. Diese Technik macht es nicht nur möglich, das Internet auch unterwegs zu nutzen, sondern ermöglicht auch standortbezogene Dienste wie Navigation oder lokale Suchanfragen. Auch andere Dinge wie mobiles Fernsehen wurden durch diese Technologie möglich. Die Endgeräte, die die dritte Generation des Mobilfunks nutzen, haben mit ihren Vorfahren nur noch wenig gemein. Sie vereinen viele Funktionen in sich und sind mehr als nur Telefone. Es sind wahre Kommunikations- und Entertainmentmaschinen.

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