Skype: Zennström und Friis wollen ihr “Baby” zurück
admin am 15. April 2009
Niklas Zennström und Janus Friis haben zuerst die Musikbranche und dann die Telekommunikationsindustrie aufgemischt und revolutioniert. Die Lancierung neuer Technologien hat sie zu Milliardären gemacht. Die beiden Nordländer, Zennström ein Schwede, Friis ein Däne, haben die Musiktauschbörse Kazaa entwickelt und den globalen Telefondienst Skype zum Leben erweckt.
Nach zweijähriger Markttätigkeit wurde Skype 2005 an Ebay verkauft. Insgesamt 2,6 Milliarden Dollar zahlte der Internetriese an Zennström und Friis, kurz darauf floss noch ein Verkaufsbonus in der Höhe von 500 Millionen Dollar auf die Konten der beiden. Nun wollen die Skandinavier ihr „Baby“ zurück haben: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, planen Zennström und Friis den Rückkauf von Skype. Darüber scheint Ebay nicht mal unglücklich zu sein: Bereits im Januar kündigte Ebay-CEO John Donahoe an, Skype verkaufen zu wollen. Donahoe teilte damals mit, dass Skype – trotz mehr als 405 Millionen registrierter Nutzer – nur minimale Synergien zwischen anderen Geschäftsbereichen ermögliche.
Eine hitzige Debatte könnte allerdings um den Verkaufspreis entfachen: Für zwei Milliarden soll Skype in den Besitz des alten und gleichzeitig neuen Eigentümers übergehen. Ein Teil der Summe will Zennström aus der eigenen Tasche berappen, den Rest sollen Wagniskapitalgesellschaften beisteuern, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ auf ihrem Portal.
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